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Das Filtersystem von H&Y - Erfahrungsbericht von Vincent Croce

Jan 3

Gorillapod.nl

Landschaftsfotograf Vincent Croce hilft uns regelmäßig, (neue) Produkte zu testen. Hier ist es das magnetische H&Y-Filtersystem.

Ich bin ständig auf der Suche nach der besten Ausrüstung für meine Fotografie, ein Grauverlaufsfilter fehlte aber bisher. Sehr neugierig war ich, ob die Verwendung eines solchen Filters wirklich zu besseren Landschaftsaufnahmen führen würde. Als selbstbewußter, aber auch ein wenig fauler Fotograf bin ich bisher immer im letzten Moment davor zurückgeschreckt, so ein Ding zu verwenden. Ich beschäftigte mich lieber damit, die perfekte Bildkomposition oder besser noch, mehrere verschiedene Kompositionen zu finden, statt mit Adapterringen, Filterhaltern und Steckfiltern zu hantieren. Als ich aber vom neuen H&Y-Filtersystem las, einem relativ neuen „Spieler“ in diesem Markt, wurde ich, gelinde gesagt, doch ein wenig neugierig.

Filter mit Magnetbefestigung

Was war da geschehen? H&Y hat sich eine einfache, aber sehr clevere Befestigungsmethode ausgedacht, auf die andere Filterhersteller (und das sind viele!) offenbar nicht kamen. Die Glasfilter sind mit Magnetrahmen versehen, wodurch sie problemlos selbst am Filterhalter festhalten. Ideal. Nicht, daß die Einstecksysteme anderer Produkte so schwer zu befestigen wären, aber es senkt meine ganz persönliche Hemmschwelle, mit Verlaufsfiltern zu fotografieren.

Das Filtersysteem von H&Y - Erfahrungsbericht von Vincent Croce

Die unkomplizierte magnetische Befestigung senkt Vincents Hemmschwelle, mit Grauverlaufsfilter zu arbeiten.

Wofür ein Grauverlaufsfilter?

Warum greife ich eigentlich zu einem Grauverlaufsfilter? Weil in der Landschaftsfotografie das Sonnenlicht die Hauptrolle spielt, mußt du meistens sowohl mit vielen Spitzlichtern als auch und Schattenpartien umgehen. Hier lauert stets die Gefahr von Über- oder Unterbelichtung. Ob unter- oder überbelichtet, in jedem Fall würden Teile des Fotos Informationen und damit Details verlieren. Das Ziel ist es aber, so viele Informationen wie möglich aufs Foto zu bekommen, sodaß sich mehr Details erkennen lassen. Wenn du nun bei der Landschaftsfotografie ein Grauverlaufsfilter so positionierst, daß der dunkle Teil des Glases den Himmel abdeckt, stellst du tatsächlich sicher, daß überbelichtete Bildbereiche ausgeschlossen sind. Deine Fotodatei enthält somit mehr Bildinformationen. Salopp ausgedrückt, hat das Filter dem Dynamikumfang des Kamerasensors quasi die Hand gehalten.

Filterhalter mit Polarisationsfilter

Um Filter anbringen und nutzen zu können, benötigt man den H&Y-Filterhalter. Abhängig von der Filtergröße des Objektivs wählt man den passenden Adapterring (67, 72, 77 und 82 mm sind als Zubehör enthalten) und schraubt damit den Filterhalter ans Objektiv. Obendrein ist der Filterhalter standardmäßig mit einem Zirkularpolarisationsfilter ausgestattet. Sehr nützlich zum Beispiel für Landschaftsaufnahmen, bei denen Wasser eine Rolle spielt. An einem seitlich vorstehenden Zahnrad dreht man, bis sich der gewünschte Polarisationseffekt ergibt. Das steckbare, runde Polarisationsfilter läßt sich aus dem Filterschacht nehmen und durch ein (red. Anm.: optional zu erwerbendes) ND- oder ein kombiniertes ND-Polfilter austauschen.

Das Filtersysteem von H&Y - Erfahrungsbericht von Vincent Croce

Ein Grauverlaufsfilter erhöht den Dynamikumfang des Kamerasensors.

Grauverlaufsfilter 0.9 ND8 „HARD“ der K-Serie von H&Y

Zur Verfügung hatte ich ein Grauverlaufsfilter 0.9 ND8 „HARD“. Hart daran ist der nur sehr knappe Übergang vom hellen zum dunklen Glasbereich. So ein Filter eignet sich gut für flache Landschaften, in denen die Horizontlinie kaum unterbrochen wird. Folglich würde man ein Filter mit weichem Übergang für Landschaftsaufnahmen wählen, in welchen der Horizont durch größere „Objekte“ unterbrochen wird. Man denke etwa an Gebäude-Silhouetten und/oder Berge.
An diesem Tag erwies sich der Himmel als ziemlich spektakulär. Immer wieder brachen sich Sonnenstrahlen ihre Bahnen durch die Regenwolken. Gebäude und Bäume wurden wunderschön beleuchtet. Da eine Horizontlinie mitten in der Stadt kaum darzustellen ist, beschloß ich, sie von weiter oben ausfindig zu machen. Von einem Hotel (in Enschede) aus erhielt ich einen schönen Blick über die Innenstadt – und hier kommt der harte Übergang des Filters voll zur Geltung. Bereits zu Hause hatte ich das Anschrauben des Filterhalters geübt, aber das lief auch vor Ort auf Anhieb gut. Ich habe dann einfach das Verlaufsfilter angeklickt. Zunächst in die richtige Position verschoben, sicherte ich anschließend das Filter mit der seitlichen Feststellschraube. Und da ich durch eine Glasfront fotografierte, war das Polarisationsfilter kein überflüssiger Luxus (Polarisationsfilter beseitigen weitgehend Reflexe von Glasflächen). Ich fand es wunderbar, von hier aus zu fotografieren, in einem warmen Hotelflur hinter dem Fenster auf die Stadt blickend. Nur den großen Wohnturm machte ich in der Nachbearbeitung ein bißchen niedriger, weil er mir die Horizontlinie doch zu weit überragte.

Das Filtersysteem von H&Y - Erfahrungsbericht von Vincent Croce

Ein Filter mit hartem Grauverlauf eignet sich sehr gut zum Fotografieren von flacheren Landschaften.

H&Y Magnetfiltersystem – die Schlußfolgerung

Mit der K-Serie von H&Y habe ich endlich mein Filtersystem gefunden. Neben der Benutzerfreundlichkeit ist vor allem die Qualität ein entscheidender Faktor. Jeder kann (red. Anm.: anhand der Bildergebnisse) sehen, daß dies Qualitätsglas ist. Und ehrlich gesagt, das muß man für den Preis auch erwarten dürfen. Die Filterwirkung, die ich haben wollte, ist gegeben. Das Filter sorgt dafür, den Motiv-Kontrastumfang besser steuern zu können. Ich denke, daß auch das dazugehörende Polarisationsfilter einen direkten Mehrwert bietet. Ich wäre enttäuscht, müßte ich statt dessen am Filterhalter eine externe Polfilter-Variante anbringen.

Über Vincent Croce

Vincent gehört zur neuen Generation von Landschaftsfotografen, die ihre Leidenschaft für den Beruf durch den Einsatz von Social Media und insbesondere von Instagram entwickelt haben. In seinen Aufnahmen versucht Vincent stets, dem natürlichen Licht die Hauptrolle zukommen zu lassen. Das verleiht seinen Bildern eine gewisse geheimnisvolle und magische Atmosphäre, ohne gleich übertrieben zu wirken. Neben seinen Reisen in fotogene Länder wie Norwegen, Deutschland und die Schweiz fotografiert Vincent auch gerne in seiner heimatlichen Umgebung. Mehr als 115.000 Follower seines Instagram-Accounts machen ihn zu einem der gegenwärtig bedeutendsten Fotografen der Niederlande.

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