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Leofoto Ranger LS-324C + LH-40 Erfahrungsbericht von Edwin Giesbers

Dec 11

Gorillapod.nl

Nach jahrzehntelangen Erfahrungen mit Marken wie Manfrotto, Benro und Gitzo war ich ziemlich neugierig auf die Leofoto-Stative.

Welche Anforderungen muß ein Stativ erfüllen?

Ob zu Hause in den Niederlanden oder im Ausland, ich möchte immer mit einer Ausrüstung unterwegs sein, die wenig wiegt. Zu viele und zu schwere Teile kosten Energie, und nach meiner Vorstellung geht dies auf Kosten der Qualität der Fotos. Werde ich müde, beeinflußt das meine Bildkompositionen, außerdem reagiere ich nicht intuitiv genug auf wechselnde Situationen in der Natur. Das will ich natürlich vermeiden, denn für meine Kunden strebe ich immer nach hochwertigen Bildergebnissen. Aus diesem Grund ist auch ein Stativ wichtig, das nicht nur sehr stabil ist, sondern auch ein möglichst geringes Gewicht mitbringt.

Es muß sich für die Landschaftsfotografie mit Weitwinkelbrennweiten, aber auch für Aufnahmen mit dem Nikon 80-400 mm eignen. Und ach ja ... natürlich ebenso für die Makrofotografie, denn oftmals ist sie ein wichtiger Bereich meiner Arbeit. Heutzutage ist mein Anforderungsprofil noch größer als früher: Deshalb braucht das Stativ auch eine ausreichende Stabilität für die 4K-Filmarbeit mit meiner Nikon D500. Aufgrund des Crop-Faktors von 1,3 kommt mein Nikon 80-400 mm beim Filmen auf maximal 780 mm Brennweite (DX-Format).

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Für Edwin muß ein Stativ leicht sein. Außerdem muß es sich sowohl für die Makrofotografie eignen als auch eine große Arbeitshöhe ermöglichen.

Das Leofoto LS-324C Stativ mit LH-40 Kugelkopf

Bei meiner Suche entschied ich mich für das Leofoto Ranger LS-324C, das als Set mit einem LH-40 Kugelkopf kommt.Weil aus Carbon, ist das Stativ mit einem Gewicht von ca. 1,95 Kilogramm besonders leicht, steht jedoch fest wie ein Haus da. Die viergliedrigen Beine gleiten sanft und schnell. Voll ausgezogen erreichen sie eine Arbeitshöhe von etwa 140 Zentimetern (Anm.: mit Kugelkopf), die sich dank der separat mitgelieferten Mittelsäule noch steigern läßt. Sie ist sehr schnell anzubringen und ermöglicht eine maximale Arbeitshöhe von 171 Zentimetern. Es geht aber auch ganz bodennah! Mit waagerecht ausgeklappten Beinen beträgt die niedrigste Arbeitshöhe (Anm.: einschließlich Kugelkopf) nur 17 Zentimeter. Geradezu ideal für die Makrofotografie!

Auch auf meiner Helgoland-Reise war die niedrige Arbeitshöhe sehr nützlich. So konnte ich nämlich mein Telezoom-Objektiv knapp über den Sand hinweg auf die Augenhöhe meiner Hauptmotive, den Kegelrobben, bringen. Optimal, denn aus dieser tiefen Position aufgenommen, werden Vorder- und Hintergrund unschärfer. So konzentriert sich die gesamte Aufmerksamkeit des Betrachters auf den jeweiligen Meeressäuger.

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Durch die tiefe Kameraperspektive geraten sowohl Vorder- als auch Hintergrund unschärfer. Das Thema (in diesem Fall die Kegelrobbe) wird dagegen gut hervorgehoben!

Praktisches Stativzubehör

Das Leofoto-Stativ wird angenehm komplett geliefert, nämlich samt stabiler Tasche, separater Mittelsäule, Gummifüßen, Edelstahl-Spikes und Vierkantschlüsseln. Nicht zuletzt ist auch ein praktisches Multi-Tool dabei, in dem die verschiedenen Vierkantschlüssel stecken und mit dem sich auch die Arca-Swiss-kompatible Schnellwechselkupplung festmachen läßt. Jeder kennt das Problem, wenn sich die Schnellwechselkupplung löst, sodaß die Kamera-Objektiv-Kombination nach links und rechts wegschwenkt. So etwas passiert ja immer im schönsten Aufnahmemoment. Such‘ dann mal schnell eine Münze, um die Kupplung wieder festzuziehen! Doch die meisten Münzen passen nicht. Zum Glück ist jetzt das Leofoto-Multi-Tool an meinem Lowepro ProTactic 450-Rucksack befestigt. Immer schön in Reichweite!

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Das praktische Leofoto Multi-Tool an Edwins Rucksack ist immer in Reichweite!

Leichter, aber solider Kugelkopf

Aufgrund meiner Erfahrung mit vielen Kugelköpfen kann ich den Leofoto LH-40 gut beurteilen. Er funktioniert ebenso prima wie das Stativ. Natürlich mußte ich mich anfangs an alle Drehknäufe gewöhnen, aber das gelang schnell. Der obere Knauf sichert die Schnellwechselkupplung. Der größte Knauf sorgt für den Halt der um 360° drehbaren Kugel. Gleich zwei seitliche Kerbungen erlauben schnelles Schwenken von der Horizontalen in die Vertikale.

Dann wären da noch ein kleiner Knauf für die Friktionssteuerung sowie ein Knauf, mit welchem der Kugelkopf nur horizontal verstellt wird. Mit seinen 530 Gramm ist der Kugelkopf nicht schwer, aber dennoch sehr stabil. Hat man ihn einmal mit dem großen Knauf fixiert, bleibt er fest auf Position. Darüber bin ich richtig froh, denn nichts ist so nervig wie ein Kugelkopf, der ganz allmählich nachgibt und immer weiter abrutscht!

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Trotz seines geringen Gewichts ist der Leofoto LH-40 Kugelkopf so stark, eine schwere DSLR mit großem Teleobjektiv sicher zu tragen!

Das Stativ unter extremen Wetterbedingungen

Die Wetterverhältnisse auf der Helgoländer Düne können im Winter heftig sein. Starke Winde treiben den Sand vor sich her. Schwierige Bedingungen für den Fotografen, aber auch für die Ausrüstung. Die Windstärke erreicht manchmal 10/11 Beaufort. Zu stürmisch für die Dünenfähre, um von der Hauptinsel zur Düne überzusetzen. Nach jedem Aufnahmetag reinigte ich abends meine Ausrüstung, was beim Leofoto-Stativ sehr leicht gelingt. Die Beine lassen sich schnell und problemlos abnehmen. So konnte ich den Sand einfach unter der Dusche abspülen. Dann trocknete ich die Beine mit einem Tuch ab, und schon war das Stativ bereit für den nächsten Tag.

Mit dem Leofoto Ranger LS-324C habe ich das Stativ gefunden, das mich in den kommenden Jahren auf meinen Naturfotoreisen im In- und Ausland begleiten wird!

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Eine der Aufnahmen, die Edwin unter extremen Bedingungen auf der Helgoländer Düne machte.

Besuchen auch Sie Helgoland, um die Robbenkolonien zu fotografieren?

Falls Sie die Helgoländer Düne besuchen möchten: Denken Sie unbedingt daran, mindestens 30 Meter Abstand zu den Robben zu halten, um Störungen zu vermeiden. Robbenwächter sind tagsüber unterwegs, um das Verhalten der Besucher zu kontrollieren und die Tiere zu schützen. Außerdem beantworten sie Fragen und geben Auskunft über die Lebensweise der Meeressäuger.

Über Edwin Giesbers

Der Naturfotograf Edwin Giesbers betrachtet die ganze Welt als sein Arbeitsfeld. Regelmäßig unternimmt er Streifzüge rund um den Globus. Fotothemen findet er in der heimischen Umgebung, aber auch buchstäblich am Ende der Welt. Von der Veluwe (Anm.: niederländisches Waldgebiet) bis zur Antarktis und von Costa Rica bis nach Indonesien: Giesbers sucht an den verschiedensten Orten nach Wildleben und ursprünglicher Natur. Wie viele Fotografen, kam Edwin Giesbers schon als Teenager mit der Fotografie in Berührung. Inzwischen brachte sie ihm Veröffentlichungen in einer Vielzahl von Zeitschriften ein, zusammen mit Preisen und Auszeichnungen in Wettbewerben wie „BG/BBC Wildlife Photographer of the Year“ und „European Nature Photographer of the Year“.

Zu schön, um ihn nicht zu teilen. Auf der Helgoländer Düne gelang es Edwin auch, einen verspielten Moment zwischen zwei Kegelrobben festzuhalten:

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